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Mit Inbetriebnahme der Bahnstrecke Straßberg - Stiege im Jahr 1890, wurde auch der Bahnhof mit dem Anbau an das bestehende Hauptgebäude als Gaststätte realisiert.
Der Wirt und seine Familie bezogen ihre Wohnung in der Mansarde.
Neben dem Zugpersonal oblag dem Bahnhofswirt auch der Verkauf von Fahrkarten. Preiswerte Getränke und ein kleines Speiseangebot bestimmten die damalige Karte.
Vor allem Arbeiter, die mit der Schmalspurbahn von ihrer Arbeit heimkehrten aber auch das Bahnpersonal nutzten die Räumlichkeiten der Gaststätte. Touristen waren zu dieser Zeit eher selten.
Der Bahnhof Güntersberge mit seiner Anlage, war zu dieser Zeit ein wichtiger Umschlagplatz für Waren alle Art. So nutzten Landwirte genauso wie die hiesige Industrie die Möglichkeit des Bahntransportes. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Bahnanlage über zwei Haupt- und ein Nebengleis, welches für Verladezwecke zur vorhanden Laderampe und dem Güterschuppen führte. Im östlichen Teil der Bahnanlage wurde ein Lokschuppen errichtet und in Höhe des Bahnhofsgebäudes konnten die Dampfzüge Ihren Wasservorrat erneuern.
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